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Dampfen wird ab dem 01.07.2022 teurer

Die „Liquid Steuer“ kommt…

Ursprünglich war die Steuer auf Liquids als reine Nikotinsteuer gedacht. Das wurde jedoch verworfen und die Steuer wurde stattdessen in eine Volumenbasierte Steuer für Flüssigkeiten geändert.
Allerdings ist die Bezeichnung Liquid-Steuer falsch, da es sich um eine Steuer für Nachfüllflüssigkeiten, sogenannte Substitute handelt. Das heißt, es kommt eine Steuer auf alle Flüssigkeiten, die zum Dampfen geeignet bzw. gedacht sind. Also sowohl Liquids mit Nikotin, genau wie Nikotinfreie Liquids, Basen, Aroma, Nic-Shots und sogar auf Destilliertes Wasser, also auf alle Flüssigkeiten, die im Fachhandel angeboten werden oder für den Zweck der Nutzung in einer E-Zigarette zum Verkauf angeboten werden.

Wie hoch ist die Steuer?

Die Tabaksteuer, welche unter enormen Protesten am 11.06.2021 beschlossen wurde, wird in mehreren Schritten erhoben und differenziert nicht wie bei der Zigarette zwischen Fertig und Halbfertigprodukten, sondern wird auf alle Flüssigkeiten gleichermaßen erhoben.
Da die Tabaksteuer noch vor der MwSt. erhoben wird, fällt entsprechend auf die Tabaksteuer auch die Mehrwertsteuer an.

Tabak-Steueranteil
ab dem
je ml
Flüssigkeit
10 ml
Flüssigkeit
Je 100 ml
Flüssigkeit
Je 1 Liter
Flüssigkeit
01.07.22 0,16 € 1,60 € 16,00 € 160,00 €
+ 19% MwSt. 0,03 € 0,30 € 3,04 € 30,40 €
Tabaksteuer
Gesamt
0,19 € 1,90 € 19,04 € 190,40 €
01.01.24 0,20 € 2,00 € 20,00 € 200,00 €
+ 19% MwSt. 0,04 € 0,38 € 3,80 € 38,00 €
Tabaksteuer
Gesamt
0,24 € 2,38 € 23,80 € 238,00 €
01.01.25 0,26 € 2,60 € 26,00 € 260,00 €
+ 19% MwSt. 0,05 € 0,49 € 4,94 € 49,40 €
Tabaksteuer
Gesamt
0,31 € 3,09 € 30,94 € 309,40 €
01.01.26 0,32 € 3,20 € 32,00 € 320,00 €
+ 19% MwSt. 0,06 € 0,61 € 6,08 € 60,80 €
Tabaksteuer
Gesamt
0,38 € 3,81 € 38,08 € 380,80 €

 

Das heißt entsprechend, dass auf ein 10 ml Fläschchen Liquid/Aroma/Nic-Shot etc. 1,90 € Tabaksteuer anfallen. Allerdings muss man an der Stelle fairerweise auch dazu sagen, dass zumindest MTL-Dampfen auch nach Inkrafttreten der Tabaksteuer deutlich günstiger sein wird wie rauchen.
Lediglich das klassische DL-Dampfen wird mit der Steuer zu einem Luxusgut werden.

Ab wann kommt die Steuer?

Die Tabaksteuer kommt ab dem 01.07.2022. Das betrifft allerdings erst einmal nur die Produkte, die ab diesem Stichtag produziert wurden. Alle Flüssigkeiten, die vor dem 01.07.2022 produziert wurden, können weiterhin steuerfrei verkauft werden. Entsprechende Gesetzesänderungen sind bereits in Planung, dass mit einer zeitlichen Begrenzung zum 13.02.2023 zu rechnen ist.

Welche Auswirkungen wird die Steuer für die Auswahl und das Angebot haben?

Darauf eine genaue Prognose abzugeben ist kaum möglich, das hängt vom Kaufverhalten der Kunden und den finanziellen Möglichkeiten der Hersteller ab. Es wird also nicht nur für die Endkunden teurer, sondern auch für die Hersteller. Diese benötigen künftig ein sogenanntes Zoll-Lager, dafür geschultes Personal, neue Maschinen und die Steuerbanderolen, welche die Hersteller vorfinanzieren müssen. Kleinere Hersteller werden sich die Kosten, welche sich auf mehrere Millionen Euro belaufen dürften, kaum leisten können. Hinzu kommt, dass viele Hersteller ihre Produktion umstellen werden, sprich den Aromenanteil bei Long-Fill von teilweise 30 ml Aroma drastisch reduzieren und oder neue Rezepte ausarbeiten müssen. Das wiederum ist mit der Registrierungspflicht bei der EU, seit Einführung der sogenannten TPD2, ebenfalls mit Kosten verbunden.

Das bedeutet, dass der Markt an seiner Auswahl stark einbüßen wird und viele Aromen vom Markt verschwinden werden. Auch ist damit zu rechnen, dass einige Dampfer-Shops, sowohl Online wie auch Offline ihre Pforten schließen werden müssen.

Quellen :
Finanzausschuss Expertenanhöhrung vom 17.05.2021
Bundestag stimmt der Tabaksteuer zu 10.06.2021
Gesetzesblatt Teil 1 vom 17.08.2021

Bildquelle : https://vd-eh.de/

*Persönliche Anmerkung*
Ja, die Steuer in dem Maße entbehrt jeglicher Logik und gesundem Menschenverstand, aber sie ist da und daran dürfte sich im Blick auf die kommende EU-weite Besteuerung und der Tatsache, dass viele um Deutschland liegende EU-Staaten nun ebenfalls eine Steuer erheben, nichts mehr großartig daran ändern.
Ich hoffe nur für alle meine Kollegen in der Branche, dass der Markt nicht ganz so hart zusammen brechen wird, wie wir es alle vermuten.

Tags: Steuer, News

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